Pädagogische Schwerpunkte / Konzeption

Unsere pädagogischen Schwerpunkte entnehmen wir dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan. Wir fördern soziale, personale und Lernkompetenzen in all unseren drei Einrichtungen dem Alter der Kinder entsprechend und unterstützen sie so in ihrer Entwicklung. Wir fördern unsere Kinder altersübergreifend, unser Schwerpunkt liegt hier auf lebensweltorientierter Erfahrungserweiterung zur Entwicklung aller Schlüsselkompetenzen. Grundlage unserer pädagogischen Arbeit sind unsere Konzepte, die den Anforderungen unseres Klientels angepasst und jährlich fortgeschrieben werden.

Die Kinder sollen einen partnerschaftlichen Umgang, Partizipation, Selbstbestimmung sowie die Möglichkeit zur Entwicklung einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit erfahren. Da Bildung im Leben unserer Kinder eine wichtige Rolle spielt, wollen wir unseren Kindern zu einer guten Lernkompetenz verhelfen. Ferner ist es uns ganz besonders wichtig in der heutigen, reizüberfluteten Zeit, unseren Kindern Alternativen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung aufzuzeigen.

Wir fördern soziale Kompetenzen:

  • in der Kinderkrippe:

Sehr wichtig, für eine glückliche und gesunde Entwicklung der Kinder, ist Verlässlichkeit und Geborgenheit. Ein immer wiederkehrender Rhythmus in der Tages- und Wochenstruktur ist den Betreuerinnen in der Krippe deshalb besonders wichtig. Mit solchen Ritualen ist es schon den Kleinsten sehr schnell möglich soziale Kontakte aufzunehmen und ihre Interessenbereiche spielerisch zu erweitern. Das Bewältigen von Übergängen lernen unsere Krippenkinder in der Regel schnell, so dass der Wechsel von der Kinderkrippe in den Kindergarten sehr gut gelingt. Oft kann dieser schon zwischen dem 2,5 und 3,0 Lebensalter vollzogen werden, vorausgesetzt die Kinder benötigen keine Windeln mehr. Durch die Kindertagesstätte haben die Kleinen sehr viel Kontakt zu Kindern unterschiedlichsten Alters, sie gehen in die Kindergartengruppen um dort am Nachmittag auch einmal mit den etwas größeren Kindern spielen(d) zu lernen oder sie bekommen z.B. in den Ferien von den Hortkindern Besuch. Von diesen sozialen Kontakten profitieren alle unsere Kinder.

  • im Kindergarten:

Hier fördern wir die sozialen Kompetenzen, in dem wir versuchen jedes Kind in seiner Einzigartigkeit zu akzeptieren und es seinen Möglichkeiten nach zu fördern. Dies geschieht durch Wertschätzung, das Ermöglichen von Erfolgserlebnissen und durch positive Verstärkung im Alltag. Schon im Kindergarten üben wir respektvoll miteinander umzugehen, was die Erwachsenen den Kindern vorleben. In den vielen Gesprächen, die in der freien Spielzeit aber auch in den gezielten Angeboten stattfinden, lernen die Kinder ihre Gefühle und die ihres Gegenübers zu verstehen und zu tolerieren. In der Kindertagesstätte lernen die Kinder, dass es verschiedene Meinungen geben kann und es hilfreich ist, sich auf Kompromisse einlassen zu können. Sie lernen sich untereinander abzusprechen und machen erste Erfahrungen, die notwendig sind um in einem Team spielen zu können.

  • im Hort:

Der partnerschaftliche Umgang miteinander, bedeutet für uns im Hort, dass wir jedes Kind in seiner individuellen Persönlichkeit annehmen und ernst nehmen. In dieser Alterstufe ist es für die Kinder besonders wichtig zu erfahren wie das eigene Handeln von den anderen angenommen wird. Mitsprache- und Mitverantwortung werden hier zugestanden und ermöglicht.

Es gibt Regeln, an die sich alle Kinder halten müssen. Beispielsweise ist die Teilnahme an der einmal in der Woche stattfindenden Konferenz um 14.15 Uhr für alle Kinder verpflichtend. Dies ist die einzige, bei der die Betreuer und die Kinder die Möglichkeit haben die Gesamtgruppe anzusprechen. Im Gespräch mit der Gesamtgruppe und den Betreuern üben die Kinder auf andere zuzugehen, sich in sie hineinzuversetzen, Rücksicht auf deren Bedürfnisse zu nehmen oder auch konstruktive Kritik zu üben. Mit der Unterstützung der Betreuer lernen die Kinder wie soziale Konflikte gewaltfrei und nicht diskriminierend gelöst werden können und sie lernen auch wie sie konstruktiv streiten können. Ein Ziel dabei ist, den Kindern zu erklären dass es bei vielen Diskussionen wichtig sein kann sachlich zu bleiben und dass jedes Gegenüber eigene Werte haben darf, die nicht immer mit den eigenen Werten übereinstimmen.

Wir versuchen die Kinder so weit wie möglich in Entscheidungen, die unser Hortleben beeinflussen, mit einzubeziehen. Partizipation bedeutet nicht, dass jedes Kind immer das bekommt, was es sich wünscht, vielmehr erleben die Kinder hier Demokratie und lernen die eigene Meinungen zu äußern und zu vertreten, aber auch Mehrheitsentscheide zu akzeptieren und mit zu tragen.

Wie fördern personale Kompetenzen

  • in der Kinderkrippe:

In der Kinderkrippe beginnt der Tag mit dem Abschiednehmen von den Eltern. Dieses emotionale Erlebnis sollen die Kleinen schon nach wenigen Wochen gut bewältigen lernen. Dazu lernen sie noch das Vertrauen zu entwickeln, dass ihre Eltern auch jeden Tag wieder kommen. Wenn uns das gelingt, dann haben die Kleinen schon eine gehörige Portion an personaler Kompetenz erarbeitet. Schön ist es dann noch in den nächsten drei Jahren miterleben zu können, wie sich das körperliche Selbstkonzept entwickelt. D.h. wenn die Kleinen lernen ihre Bedürfnisse auszudrücken, zu signalisieren ob sie etwas Essen oder Trinken wollen, bis hin zu dem Tag an dem es gelingt die Windeln weg zu lassen.

  • im Kindergarten:

Ist diese Kompetenz erreicht, wenn die Kinder gelernt haben positive Rückmeldungen für Leistungen zu geben. D.h. differenziert zu verbalisieren und aktiv zu zuhören. Auch die Kindergartenkinder sollen emotionale und körperliche Selbstkonzepte entwickelt haben. Also gelernt haben, sich selbst wahrzunehmen und die Zeichen des Körpers richtig zu interpretieren. Beispiel: Ich habe mich intensiv bewegt, deshalb bin ich jetzt müde. Oder wann ist mir kalt und wann ist mir warm und welche Handlung ist daraus abzuleiten. In den drei Kindergartenjahren sollte sich dieses Selbstkonzept so weit gefestigt haben um den nächsten Schritt in Richtung zu mehr persönlicher Verantwortung unternehmen zu können, den Kinder im Schulalter dann übernehmen müssen.

  • im Hort:

Wir sehen die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit all ihren Besonderheiten, die wir fördern und schätzen.

Wir sind der Meinung, dass Schulkinder in diesem Alter ohnehin den größten Teil des Tages fremdbestimmt sind und deshalb die Möglichkeit haben sollen, den Nachmittag im Rahmen des Hortalltags selbst bestimmt gestalten zu können. Wir schaffen den Rahmen hierfür in dem wir

Räumlichkeiten schaffen, in denen sich Kinder wohl fühlen können. Z.B. sich ruhigen Dingen widmen, wie z.B. ein Buch lesen oder laut und körperlich anstrengend in der Turnhalle Mannschaftsspiele spielen.

Für uns ist es sehr wichtig, dass die Kinder sich im Hort als eigenständige Persönlichkeit in einer Gruppe wahrnehmen. Ein positives Selbstkonzept, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein ist für uns Voraussetzung für die Bewältigung kommender Lebensaufgaben.

Wir fördern Lernkompetenzen

  • in der Kinderkrippe:

In diesem frühen Alter ist es wichtig den Grundstein für ein lebenslanges, selbst gesteuertes Lernen zu legen. Wir beobachten bei den Kindern großes Interesse am spielerischen Lernen und an der immer wiederkehrenden Suche nach neuen Lösungswegen. Dabei entdecken Kinder, dass es immer mehrere Wege gibt zum Ziel zu kommen. Jeder neue Tag ihres Lebens bringt ihnen Möglichkeiten sich auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln. Uns bleibt eigentlich lediglich sie so zu unterstützen, dass sie immer wieder neue kreative Lösungsmöglichkeiten finden.

  • im Kindergarten:

Lernen, wie man lernt, hängt im Kindergarten nicht von Wissensinhalten ab, sondern vor allem von der Art und Weise wie man dieses Wissen erworben hat. Theoretisches Wissen muss von den Kindern so transportiert werden können, damit sie es in der Praxis anwenden können. Lernmethodische Kompetenzen bauen auf vielen Basiskompetenzen, wie Denkfähigkeit, Gedächtnis, Kreativität und Kommunikationsfähigkeit auf. Diese müssen vom Kind verknüpft werden können um sie optimal nutzen zu können. Bei der Vorbereitung des Mittagessens in der Gruppe wäre die Theorie zu wissen: wo finde ich das Geschirr und was gibt es zu Essen. Um es dann in die Praxis übertragen zu können, erfordert vom Kind die Fähigkeit sich Beispielsweise zu überlegen ob die Speise dünnflüssig ist oder eine feste Konsistenz hat, damit die Wahl des Tellers und des Bestecks richtig getroffen werden kann. Es sollte Fehler selbst entdecken und eigenständig korrigieren können. Die personale Kompetenz sich Informationen gezielt zu beschaffen und auch verarbeiten zu können, spielt hierbei eine wichtige Rolle. Wenn für Kinder Strukturen nicht erkennbar gemacht werden, dann bleiben einzelne Teilaspekte für sie unverbunden und Zusammenhänge und Sinn erschließen sich für sie nicht.

  • im Hort:

Natürlich nimmt die Schule im Leben unserer Kinder viel Raum ein. Neben den oben genannten personalen und sozialen Kompetenzen spielt hierbei die Lernkompetenz der Kinder eine große Rolle.

Die Hortfachkräfte sind während der Hausaufgabenzeiten im Hort Ansprechpartner für die Kinder. Sie helfen Arbeitsmaterial richtig zu organisieren, sorgen für eine ruhige Atmosphäre und helfen bei Schwierigkeiten mit dem Lernstoff weiter. Aber nicht nur während der Hausaufgabenzeiten wird im Hort Lernkompetenz vermittelt. Hauptsächlich auch in Projekten und Aktionsgruppen. Um den Anforderungen der Schule gerecht zu werden ist es wichtig, die Bereitschaft und Freude am Lernen zu wecken und zu erhalten. Mit unseren verschiedenen Aktionsgruppen und Projekten lassen wir die Kinder „Lernen durch Erleben“.